Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Falsche Versprechungen

Martina Köhler aus Oberfrauendorf schreibt zum Kreistagsbeschluss über den Neubau der B 170:

Was wird nicht alles versprochen, wenn man eine Sache, in diesem Fall den Neubau der B 170, erzwingen will. Da können sich nun auch Bannewitz und Altenberg über eine Ortsumgehung freuen, und ich denke, frühestens 2020 könnte es sogar schon so weit sein. Bis dahin oder für immer gilt: Augen zu und Ohropax rein!

Hat Herr Gillo nicht auch ganz dramatische Zahlen genannt, die den zunehmenden Verkehr betreffen? Merkwürdigerweise waren das im November ganz andere Zahlen, z. B. nannte er nach Fertigstellung der A 17 noch 400 Lkws auf der B 170. Na ja, damals gab es die Bürgerinitiative noch nicht, und da konnte man auch ehrlich sein.

Warum war bei der Kreistagssitzung eigentlich niemand vom Umweltministerium, der Agrargenossenschaft, dem Deutschen Naturschutzring usw. eingeladen? Hatte man Angst, dass die Abgeordneten zu einer anderen Meinung kommen oder war es Scham über die Vehemenz, mit der an die Zerstörung unseres Osterzgebirges herangegangen wird?

Sollte es zum Bau dieser Straße kommen – das wäre vielleicht möglich, wenn Harry Potter unser Finanzminister wird –, dann haben jedenfalls falsche Versprechungen und ein gehöriges Maß an Ignoranz dazu beigetragen.

Nach wie vor weise ich auf die große Gefahr hin, dass man in einem Hochwasserentstehungsgebiet nicht einfach mal so 40 Hektar Wald abholzen und 16 Hektar versiegeln kann. Kann ich unseren Abgeordneten noch glauben, wenn sie vom Hochwasserschutz reden?

Ich fasse es einfach nicht, wie menschenverachtend an die Lösung des Problems B 170 herangegangen wird. Statt ernsthaft zu versuchen, den Schwertransit von der Straße zu verbannen, wird ihm im Gegenteil Tür und Tor geöffnet – natürlich mautfrei.

Sächsische Zeitung, Samstag, 12. Juli 2003

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