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Eher eine Totgeburt

Jana Klameth

Acht Monate lang geistert der Bau einer neuen B 170 durch den Weißeritzkreis und durch die Medien.

Acht Monate gibt es Für-Sprache: Die Straße werde als Ausweichtrasse für ein erneutes Hochwasser gebraucht, sie entlaste die Anlieger der alten B 170 und mache das Leben mit dem Schwerlastverkehr erträglicher. Acht Monate lang gibt es auch Widerrede: Für den Hochwasserschutz wichtiger Wald werde für den Straßenneubau abgeholzt, weitere Flächen versiegelt, zusätzlicher Verkehr in den Kreis gelenkt.

Der Streit wird verbissen geführt. Es gibt Bürgerversammlungen, Demonstrationen, Plakate. Einige Bürgermeister wechseln im Laufe der Zeit die Seite. Ihnen wurden Ortsumfahrungen in Aussicht gestellt. Dass es bisher keinen Topf gibt, aus denen diese finanziert werden könnten, scheint die Bürgervertreter nicht zu stören.

Nach acht Monaten, am Mittwoch, hat sich der Kreistag des Weißeritzkreises endlich zu einer Entscheidung durchgerungen – für die neue Trasse. Ironie des Schicksals: Am gleichen Tag beschließt die Bundesregierung den neuen Bundesverkehrswegeplan. Darin wird der neuen B 170 ein hohes ökologisches Risiko bescheinigt. Baubeginn – wenn überhaupt – frühestens 2015.

Nach acht Monaten kommt normalerweise ein Frühchen zur Welt. Im Weißeritzkreis ist es wohl eher eine Totgeburt.

Sächsische Zeitung (Politik ), 04.07.2003

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