Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Wenige Argumente für Neubau

Einstimmige Entscheidung im Gemeinderat Reinhardtsgrimma gegen B 170 neu

Reinhardtsgrimma/Hausdorf. Ungewöhnlich viele Gäste kamen am Montag zum Gemeinderat Reinhardtsgrimma. Über ein Dutzend Bürger interessierte sich für die Position des Rates zu den Neubauplänen für die B 170. Die mögliche Trasse an Oberfrauendorf vorbei würde auch das Gemeindegebiet Reinhardtsgrimma berühren. Deswegen hatte sich bereits der Ortschaftsrat Frauendorf gegen die Neubaupläne gestellt.

Die Gemeinderäte aus Frauendorf, Klaus Köhler und Hartmut Fröb, forderten den Gemeinderat auf, sich auch gegen die Pläne für die B 170 neu zu stellen. Der Antrag wandte sich gegen die Verlegung der Bundesstraße auf den Höhenzug und fordert Sachsens Staatsregierung auf, ein Verkehrskonzept für das Osterzgebirge und die Sächsische Schweiz aufzustellen.

Jürgen Raab, der als stellvertretender Bürgermeister die Sitzung leitete, sprach als einziger gegen diesen Antrag. Er enthielt sich auch bei der Abstimmung, die ansonsten einstimmig für den Antrag aus Frauendorf war. Danach verließen fast alle Gäste wieder den Saal. Wegen der erwarteten Gäste war die Ratssitzung extra in das Klubhaus nach Hausdorf verlegt worden. Es bietet mehr Platz als der Speiseraum der Schule in Reinhardtsgrimma, wo der Rat normalerweise tagt.

Raab forderte in der Diskussion , nicht nur aus persönlicher Betroffenheit zu argumentieren, sondern auch größere Zusammenhänge zu sehen. Walter Götze informierte, dass auch der Ortschaftsrat Hirschbach den Neubau der B 170 ablehne. Der Schwerverkehr solle besser auf der Autobahn A 17 rollen. Außerdem warnte er, die B 170 aus den Ortschaften heraus zu verlegen, weil dort viele Gewerbe vom Verkehr auf der Straße leben und dann seine Existenzgrundlage verlieren würden. Dieter Westphal aus Cunnersdorf sagte: „Ich habe Argumente gesucht und viele gefunden, die gegen den Straßenneubau sprechen, aber nur wenige dafür.“

Ausnahmsweise gab Raab Gästen das Wort. Josef Köhler als Verbindungsmann der Bürgerinitiative „Lebenswertes Erzgebirge – Heimat erhalten“ legte noch einmal deren Position dar. Hellmuth Neubert, ehemals Gemeinderat und Bürgermeister von Hausdorf, erläuterte, dass aus seiner Sicht nach dem Augusthochwasser 2002 vielfach überreagiert wurde. Die B 170 neu sei eine derartige Überreaktion. Die Straße könne bei entsprechendem Ausbau im Tal bleiben. (SZ/fh)

Sächsische Zeitung, Mittwoch, 30. April 2003

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"