Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Das Dippser Dilemma mit der B 170

Dippoldiswalde. Der Ulberndorfer Ortsvorsteher Volker Hegewald (Unabhängige Bürger) verkörpert das Dilemma, in welches die B 170 nicht nur die Dippser Stadträte stürzt. Er schilderte auf der Stadtratssitzung am Mittwoch die Belastungen seines Ortsteils, in dem entlang der Bundes- und Europastraße Gehweg und Straßenbeleuchtung fehlen. Das Allheilmittel sieht Hegewald aber nicht im Neubau: „Wir Ulberndorfer sind keine militanten Verfechter der B 170 neu.“ Sie wollen zuallererst die Lösung der konkreten Probleme in ihrem Ort, den vor der Flut versprochenen Neubau von Geh- und Radweg sowie einer Fußgängerampel.

Hegewald sieht einerseits als Ortsvorsteher die jetzige Belastung durch den Verkehr für die Anwohner, er ist andererseits so weitsichtig, dass er die Bedeutung der B 170 für den Landkreis als internationale Verkehrsachse erkennt. Denn kurze Zeit später diskutierten die Stadträte den Landesentwicklungsplan. Dessen neuer Entwurf sieht vor, die Kreisstadt vom Mittel- zum Unterzentrum zurückzustufen. Und just in diesem Entwurf ist die E 55 durch Dippoldiswalde nicht mehr eingezeichnet.

Da standen die Stadträte vor der Frage, sollen sie die Wiederaufnahme der E 55 in diese Planung fordern? Klar, für das Anliegen, Mittelzentrum zu bleiben, ist es ein Argument. Eine Stadt, die noch nicht einmal über eine Bundesstraße erreichbar ist, hat wenig Chancen auf die Anerkennung als Mittelzentrum. Aber kurz vorher lautete die Forderung ja noch, die Bundesstraße zurück zu stufen. Hegewald war es, der darauf hinwies, dass ohne die Entwicklungsachse in Zukunft Fördermittel beispielsweise für ein Gewerbegebiet an der B 170 ausbleiben könnten.

Letztlich ergänzte der Rat die Stellungnahme des Bürgermeisters zur Ausweichtrasse für die B 170 um eine Forderung: Die jetzige B 170 darf erst wieder für den grenzüberschreitenden Schwerverkehr geöffnet werden, wenn alle Hochwasserschäden beseitigt sind.

Die zwei anderen Forderungen hatte Bellmann vorgeschlagen: Bei einer Trassenauswahl soll die gewählt werden, welche die wenigsten Ortschaften berührt und so wenig wie möglich die Natur beeinträchtigt. Und die Umleitungsstrecke muss vor Inbetriebnahme der Autobahn A 17 fertiggestellt sein.

Weiter beschloss der Rat, gegen den Entwurf des Landesentwicklungsplanes zu kämpfen. Dort sei die Situation von Dippoldiswalde nicht korrekt betrachtet.

Als die Grundlagen dafür erarbeitet wurde, war Malter noch nicht eingemeindet, also hatte Dipps noch keine 10 000 Einwohner. Nun hat die Stadt diese Grenze überschritten. Außerdem bietet Dipps deutlich mehr Arbeitsplätze, als es für die eigenen Bevölkerung benötigt. Es ist also ein Pendlerzentrum. Auch das Einzugsgebiet im Osterzgebirge sei deutlich größer, als in den Vorarbeiten der Landesplaner angenommen. Die geforderten 40 000 Einwohner dort würden nach Angaben des Landratsamtes klar überschritten. (SZ/fh)

Sächsische Zeitung (Lokales Dippoldiswalde ), 04.04.2003

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