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Verrückt: Mit Flutgeldern 40 Hektar Wald fällen

SPD-Landtagsfraktion will Bau der neuen B 170 stoppen

Die Alternativstrecke zur B 170 zwischen Dippoldiswalde und Waldbärenburg steht im Entwurf des Bundesverkehrswegeplans ganz weit hinten. Dafür gesorgt hat offenbar die sächsische SPD. SZ sprach mit deren Verkehrsexpertin in der Landtagsfraktion, Simone Raatz.

Ist Ihre Partei tatsächlich dafür verantwortlich, dass die neue B 170 im Verkehrswegeplan an 130. Stelle gerückt ist?

Ja, wir haben dafür gesorgt, dass das Projekt zurückgestuft wurde. Es ist ja auch völlig verrückt, ausgerechnet mit Mitteln aus dem Fluthilfefonds eine neue Straße durch das Osterzgebirge schlagen zu wollen, der mindestens 40 Hektar Wald zum Opfer fallen würden. Wald ist der beste Wasserspeicher. Wer ihn abholzt, der verursacht beim nächsten Hochwasser noch größere Schäden. Darin sind wir mit Sachsens Umweltminister Steffen Flath völlig einig. Eine neue B 170 wäre aber auch verkehrspolitisch sinnlos – schon deshalb, weil sie erst nach der A 17 fertig würde. Wir hätten dann in einem nur etwa 10 km breiten Korridor drei leistungsfähige Trassen. Das schöne Osterzgebirge würde zu einem Transitraum a la Brenner verkommen.

Ist aus Ihrer Sicht jetzt die Trasse endgültig gestorben oder kann Sachsen durch eine andere Prioritätensetzung den Bau noch umsetzen?

Natürlich kann Sachsens Regierung beim Bund weiter auf den Bau drängen. Aber sie würde dabei große Risiken eingehen. Die Umwelt- und Naturschutzverbände sind schon auf dem Plan. Wenn das Projekt bei den anstehenden Untersuchungen durchfällt, dann sind die Millionen für Sachsen verloren.

Wenn die neue B 170 nicht kommt, werden viele aufatmen. Die Anlieger entlang der Bundesstraße sehen das jedoch ganz anders. Müssen sie nun nach SPD-Willen auf Dauer mit den Belastungen leben?

Wir haben im Landtag einen Antrag eingebracht, der neben dem Planstopp für die neue B 170 auch eine Gesamtkonzeption für den grenzüberschreitenden Schwerlastfernverkehr fordert. Unser Ziel ist die vollständige Befreiung der B 170 von diesen Verkehren nach Inbetriebnahme der A 17. Der Bau der neuen B 170 würde hingegen nur bewirken, dass der Schwerlastfernverkehr dauerhaft durch das Osterzgebirge rollt. Die Menschen in Schmiedeberg wären den meisten Lärm und Gestank zwar los – die Bannewitzer, Possendorfer und Altenberger hätten dafür um so mehr vor der Haustür.

Gespräch: Jana Klameth

Sächsische Zeitung Samstag, 22. März 2003

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