Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Dubís Bürgermeisterin gegen Lkws auf der
E 55

Bürgerinitiativen diskutierten mit Einwohnern und Politikern in Dubí (Eichwald)
Von Barbara Breuer

Die deutschen und tschechischen Gegner des Schwerlastverkehrs im Osterzgebirge trafen sich mit einer tschechischen Bürgerinitiative und Vertretern der Stadt Dubí (Eichwald). Auch die Bürgermeisterin des nordböhmischen Ortes möchte den Schwerlastverkehr nicht in ihrer Stadt haben.

Die Bürgerinitiativen „B 170“ und „Lebenswertes Erzgebirge – Heimat erhalten“ trafen sich vergangene Woche mit einer tschechischen Bürgerinitiative und Vertretern der Stadt Dubí. Thema war der grenzüberschreitende Schwerlastverkehr. Dabei sprach sich zur Überraschung der deutschen Initiativen auch Dubís Bürgermeisterin Ilona Smítková in ihrem Rathaus eindeutig gegen das Fahren des Schwerlastverkehrs durch ihre Stadt aus.

„Zurzeit sind hier nur Linienbusse und Pkw unterwegs und mit dieser Situation bin sowohl ich als auch die meisten Bürger zufrieden“, sagte Smítková der SZ. Die zahlreichen Lastkraftwagen, die vor dem Hochwasser täglich mitten durch das Stadtzentrum fuhren, hätten die Luft und auch die Umwelt verschmutzt. Zudem sei die E 55 nicht für so viel Schwerlastverkehr gebaut. „Die Lastkraftwagen beschädigen die Kanalisation und die Straßen. Sogar die Statik mancher Häuser, die entlang der E 55 gebaut sind, leidet unter der starken Verkehrsbelastung“, erklärte die tschechische Bürgermeisterin.

Ob die Europastraße auf tschechischer Seite im Sommer wieder für den Schwerlastverkehr frei gegeben wird, wusste Ilona Smítková nicht. „Darüber liegen uns bisher keine Informationen vor“, sagte sie. Während der Wintermonate wurde an der Straße nicht viel repariert. „Jetzt, wo es ein wenig wärmer geworden ist, haben die Arbeiten aber begonnen“, ergänzte sie.

Die von den beiden eingangs erwähnten deutschen Bürgerinitiativen geforderte Mengenbegrenzung für Lkw, hält die tschechische Bürgermeisterin für möglich: „Man könnte bestimmte Lastkraftwagen zulassen, die beispielsweise Lebensmittel transportieren.“ Ein Nachtfahrverbot für den Schwerlastverkehr würde in ihrer Stadt allerdings niemandem nützen: Es gibt kaum Freiflächen, wo die Lastkraftwagen nachts abgestellt werden könnten. „Und außerdem wäre das Verkehrsaufkommen dann tagsüber noch größer“, fügte sie hinzu.

Bei der Verkehrsentlastung ihrer Stadt setzt Ilona Smítková auch auf die Inbetriebnahme der Autobahn 17, die auf tschechischer Seite D 8 heißt. Wie überall würden dadurch zwar auch weniger Pkw und damit weniger Durchreisende Dubí passieren, doch das stört sie nicht. „Ich glaube nicht, dass sich das bei uns in wirtschaftlicher Hinsicht so groß negativ auswirken wird“, vermutet sie. Ihr Ziel ist es, den Ort durch seine Attraktionen wie die alte Porzellanmanufaktur dauerhaft in ein neues Licht zu rücken und Dubí damit auch wieder attraktiv für Ausflügler zu machen.

Bei dem Treffen vereinbarte Ulf Krups stellvertretend für die deutschen Bürgerinitiativen eine weitergehende Zusammenarbeit mit den tschechischen Bürgern. „Auch die Stadtverwaltung Dubí wird fortan zu all unseren Veranstaltungen eingeladen“, teilte Ulf Krups mit. Für den vom Deutschen Naturschutzring am 11. April in Altenberg veranstalteten Workshop „Verkehr in Mittelgebirgsregionen“ hat ein städtischer Vertreter aus Dubí sein Kommen bereits zugesagt.

Sächsische Zeitung 18. 03. 2003

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