Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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200 Menschen bei erster offizieller Demo
auf B 170

Bürgerinitiativen erneuern ihre Forderungen / Sonntagsverkehr gerät ins Stocken
Von Nadine Bormann

Angela DomboisReichlich 200 Menschen demonstrierten gestern Vormittag auf der Strecke von Ulberndorf nach Dippoldiswalde für eine erträgliche Lösung der Verkehrsprobleme rund um die B 170. Und das mit prominenter Unterstützung: Auch Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois (CDU) reihte sich unter die Protestierenden.

Bei schönstem Winterwetter schlängelte sich der Demonstrationszug, ausgerüstet mit Transparenten und Schildern, vom Bahnhof Ulberndorf bis zum Gartencenter Krüger in Dipps und legte kurzzeitig den Wochenendverkehr auf der Bundesstraße lahm. Die Bürgerinitiativen „Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten“ und „BI B 170“ hatten gemeinsam zu der Protestaktion unter dem Motto „Menschenrecht vor Transiterrecht“ aufgerufen.

Im Mittelpunkt der Demonstration stand die für Mai geplante Wiedereröffnung der B 170 für den Schwerlastverkehr, gegen die sich die Bürgerinitiativen vehement wehren. Demonstrationsleiter Josef Köhler aus Oberfrauendorf: „Wieso soll der Verkehr wieder aufgenommen werden, ohne dass etwas für den Hochwasserschutz getan wurde. Ohne dass der Straßenbelag wieder vollständig in Ordnung ist und ohne Fußwege und ordentliche Bushaltestellen entlang der Straße? Wir sind gegen die Wiedereröffnung der B 170, wenn nicht wenigstens diese Mindestanforderungen erfüllt sind.“

 

Unterstützung und Rat von oben

Rückendeckung erhielt Köhler von Andrea Dombois, die vor den Folgen einer schnellen Herstellung der alten Verhältnisse warnte: „Jeder Ausbau der Straße macht eine spätere Rückstufung von einer Bundes- zur Staatsstraße und gleichzeitiger Tonnagebegrenzung unmöglich. Denn jeder Euro für die Instandsetzung der Bundesstraße 170 wird uns dann vorgehalten.“ Die CDU-Landtagsabgeordnete betonte, dass mit der Entscheidung für die Autobahn 17 gleichzeitig zugesichert wurde, die Grenzzollanlage zurückzubauen und die Bundesstraße zurückzustufen. „Diese Versprechen werde ich einfordern. Mit einer Autobahn, die so viel Geld kostet, muss es möglich sein, den Verkehr dann dorthin zu verlagern.“ Gleichzeitig riet sie den betroffenen Menschen, sich mit ihren Forderungen ebenfalls an die Vertreter des Weißeritzkreises im Bundestag zu wenden, da sowohl die B 170 als auch die Grenzzollanlage Sache des Bundes seien.

Gemeinsames Auftreten wichtig

Julia Morgenthal aus Oberfrauendorf, wo ein Teil der neuen Bundesstraße gebaut werden soll, sprach aus, was sicherlich einige Demonstranten zur Protestaktion veranlasst hatte: „Wir sind vor vier Jahren aus Dresden hierher gezogen, hauptsächlich um unsere Ruhe zu haben. Eine Bundesstraße direkt vor unserer Haustür - so haben wir uns das nicht vorgestellt.“

Für die Bürgerinitiativen war dies die erste offizielle Demonstration nach zwei Protestwanderungen mit jeweils 150 Teilnehmern. „Die 200 Demonstranten hier sind für uns durchaus ein Erfolg. Ganz wichtig ist, dass die beiden Bürgerinitiativen gemeinsam auftreten und wir die Leute von Dresden-Süd bis nach Altenberg unter einen Hut bringen“, sagte Holger Flegel von „Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten“.

Sächsische Zeitung Montag, 10. Februar 2003

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