Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Gegen jeglichen Schwerlastverkehr

Erik Warschau aus Waldidylle meldet sich zum Artikel „Nahziel: Schwerlastverkehr aus dem Tal“ in der SZ vom 27. Januar zu Wort:

Als Teilnehmer der Veranstaltung am 24. Januar in der Ulberndorfer „Frankenmühle“ möchte ich mich zur Thematik melden. Ich empfand den Abend als klares Votum der überwiegenden Mehrheit der Anwesenden gegen jeglichen Schwerlastverkehr durch unser Erzgebirge, egal ob im Tal der Weißeritz oder auf der geplanten neuen B 170, obwohl der Schwerpunkt der Wortbeiträge eher auf der eventuellen Verlegung der Bundesstraße auf die Höhenzüge ging.

Der Schwerlastverkehr im Tal, wie er bis zur Flut stattfand, ist einfach in keiner Weise mehr für die Anwohner hinnehmbar. Aber ebenso nicht hinnehmbar ist der Neubau einer Trasse zwischen Oberhäslich und Waldidylle. Die Argumente dagegen brauche ich hier nicht zu wiederholen – sie standen in aller Ausführlichkeit in der Presse.

Wir alle tragen Verantwortung für unsere Umwelt und wie wir sie unseren Nachkommen hinterlassen. Es hat sich, nicht zuletzt dank der erst belächelten, dann geschmähten und nun vor wenigen Jahren in die Bundesregierung gewählten Grünen, endlich etwas getan im Umweltschutz (Atomausstieg, Senkung der Schadstoffemission usw.). Ein Prozess des Umdenkens scheint in der Öffentlichkeit in Gang zu kommen. Es reift die Einsicht, dass wir unsere natürliche Lebensgrundlage immer mehr zerstören und es gegenzulenken gilt. Diese Erkenntnis sollte vor unserer Haustür nicht haltmachen. Aber es gibt leider immer wieder Unbelehrbare, die nicht über ihren Gartenzaun zu schauen bereit sind und meinen, wenn das Problem vom Tal auf den Berg verlagert wird, ist es gelöst.

Das ist es eben nicht! Die Anwohner an der neuen Trasse werden als Bauernopfer dargebracht, ganz zu schweigen von denen in Bannewitz, Possendorf, Karsdorf, Oberhäslich oder Altenberg. Von den Auswirkungen auf die Umwelt und den Tourismus in unserer Region ist auch in der Versammlung in der „Frankenmühle“ und in der Zeitung oft die Rede gewesen. Unterm Strich gesehen ergibt sich durch die Verkehrsführung grenzüberschreitenden Schwerlastverkehrs auf der B 170 für den Weißeritzkreis und dessen Bewohner kein einziger Vorteil, sondern ausnahmslos nur Nachteile.

Mittlerweile haben die Bürgerinitiativen „Lebenswertes Erzgebirge – Heimat erhalten“ und „B 170“ mehr als 1 600 Unterschriften gegen die Belastung unserer Heimat und unserer Anwohner durch Transitlastverkehr gesammelt. Das sind immerhin etwa 7,5 Prozent der rund 22 000 Einwohner der betroffenen Gemeinden im oberen Kreisgebiet. Und es werden immer mehr, denn die Lösung des Problems schreit nach einer generellen Lösung, die nur heißen kann: Weg mit den unerträglichen Belastungen durch den grenzüberschreitenden Schwerlastverkehr zwischen Bannewitz und Zinnwald! Kein Neubau der geplanten Umgehungsstraße zwischen Oberhäslich und Waldidylle! Her mit einem vernünftigen Verkehrskonzept vor allem für den Schwerlastverkehr unter Nutzung u. a. anderer Verkehrsträger (Schiene, Wasser) und her mit einem Verkehrsvermeidungskonzept.

Dafür wollen wir am 9. Februar demonstrieren und uns Gehör verschaffen. Und wenn schon der Landrat seine Bürger im Stich lässt, so sollten doch die Bürgermeister der betroffenen Gemeinden und deren Stadt- bzw. Gemeinderäte den Mut haben, sich in den Demonstrationszug einzureihen.

Sächsische Zeitung, Freitag, 7. Februar 2003

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