Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Betroffene Bürger trauen dem Frieden nicht

Zweite Variante für neue B 170 taucht auf und in den Planungen wieder unter
Von Mandy Schaks

Die Planer beschäftigten sich offensichtlich doch mit einer zweiten Variante für eine neue B 170. Diese Trasse wird aber laut Deges nicht ernsthaft in Erwägung gezogen. Dafür soll der bislang bekannte Korridor über Falkenhain jetzt den Feinschliff bekommen.

Die Vögel zwitschern es seit Tagen von den Dächern: Es soll für die Verlegung der B 170 noch eine so genannte West-Tangente mit zwei Teilvarianten in der Prüfung sein. Gingen bislang alle Diskussionen davon aus, dass die neue Trasse östlich von Dippoldiswalde über den Höhenrücken nach Bärenburg verlaufen soll, taucht nun mit einer weiteren Version neuer Gesprächsstoff auf. Die Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten" will es wissen, die Grüne Liga in Dippoldiswalde und auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald: Es gibt eine neue Trasse, die westlich von Dippoldiswalde über den Höhenrücken von Hennersdorf, Ammelsdorf hoch bis Altenberg führen soll. "Diese neue Variante ist mehr als ein Gerücht", ist sich Jens Weber von der Grünen Liga sicher. Und die Deutsche Schutzgemeinschaft legt dazu das passende Kartenmaterial auf den Tisch.

Bestätigen will diese Version niemand. Die Deges in Berlin, die die Verlegung der neuen B 170 im Auftrag des Wirtschaftsministeriums plant, räumt aber immerhin ein, dass noch eine Trasse im Gespräch war, "die aber nicht ernsthaft in Erwägung gezogen wird", so ein Sprecher. Und er betont, das sei auch nichts Ungewöhnliches. Bei Linienbestimmungen müssten immer alle möglichen Trassen abgeklopft werden. "Es gibt also nichts Neues", fügt er hinzu.

Die Untersuchungen zu dem bislang bekannten Korridor zwischen Dippoldiswalde und Bärenburg über Falkenhain würden jetzt vertieft. Entschieden sei auch noch nicht, welcher Variante im Bereich Frauendorf die Planer den Vorzug geben. Die Umweltverträglichkeitsstudie werde zeigen, welche Trasse die verträglichste ist für Mensch und Umwelt.

Die Bürgerinitiativen und Umweltverbände indes trauen dem Frieden nicht. "Uns reicht das nicht aus. Wir fordern, dass betroffene Bürger und anerkannte Naturschutzverbände schon am Planungsprozess beteiligt werden, da wir erhebliche Bedenken haben", sagt Olaf Kroggel, Geschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald in Sachsen. "Aus unserer Sicht bietet keine der Varianten eine Rechtfertigung der dadurch verursachten Eingriffe in Natur und Landschaft."

Ob neue oder alte Trasse ist für die Bürgerinitiativen ohnehin keine Frage. "Wir wollen keinen grenzüberschreitenden Schwerlastverkehr mehr auf der B 170 haben", sagt Holger Flegel von "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten". Die Transit-Lkws sollen auf die Schiene oder die neue Autobahn ausweichen, die von Dresden nach Prag gebaut wird. Durch das Osterzgebirge, so das erklärte Ziel, darf nie mehr ein Schwerlasttransport über die deutsch-tschechische Grenze rollen.

Sächsische Zeitung
Donnerstag, 16. Januar 2003

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