Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Kreis als "Transitland"

Aline Kunze aus Altenberg schlägt in einer E- Mail vor, den Weißeritzkreis umzubenennen, falls die neue B 170 gebaut wird:

Mit dem Geld aus dem Hochwasserhilfsprogramm soll im Zuge des Neubaus eines Teilstücks der B170 in großem Umfang Wald vernichtet werden und versiegelte Fläche neu entstehen. Dem Namen des Hilfsprogramms könnte der gutgläubige Bürger entnehmen, dass hieraus die hochwassergeschädigten Gebiete mit einer touristisch nutzbaren, hochwertigen Infrastruktur versorgt werden, Schäden repariert und der Hochwasserschutz ausgebaut wird. Auch eine Ausweichstraße für den Katastrophenfall wäre denkbar.

Aber nein, das wäre geradezu kleinlich, eine neue, schwerlastfähige Straße muss her. Anstatt sich auf Bundesebene für die Kanalisierung und Reduzierung des Transitverkehrs stark zu machen und diesen per Gesetz zur Autobahnnutzung zu zwingen, planen Land und Landkreis eine dritte Transitstrecke, ohne zu wissen, wie sie hinterher die anrollende Verkehrsflut eindämmen können. Man mag meinen, dass die Herren Politiker ihren "Zauberlehrling" zu Schulzeiten zwar gelernt, aber nicht verstanden haben.

Auch die wirtschaftliche Rolle des Tourismus für unsere Region scheint doch keine wesentliche zu spielen, wenn wir es uns leisten können, die ohnehin schon dezimierten Waldgebiete noch mehr zu verkleinern, Landschaftspanoramen zu zerstören und noch mehr Einwohner und Besucher mit Lärm und Abgasen zu terrorisieren.

Von verantwortungsvollem Umgang mit der Landschaft, von weitsichtigem Bemühen um einen sanften Tourismus und vom Bewahren einer nur für die eigene Lebenszeit geborgten Natur kann keine Rede mehr sein.

Gleichzeitig mit dem Bauvorhaben könnte man ja auch die leidige Sache mit der Bezeichnung unseres Landkreises noch einmal aufleben lassen, denn Weißeritzkreis geht nach dem verheerenden Hochwasser nun wirklich nicht mehr. Wie wäre es mit "Transitland Osterzgebirge", eine Region mit ausgezeichneten Straßen, aber verlorenem Landschaftscharakter.

Sächsische Zeitung, Samstag, 4. Januar 2003

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"