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"Transit-Lkws sind Zumutung"

Bürgerinitiativen fordern Ministerpräsident Milbradt zur Umkehr auf und verlangen Sperrung der B 170

Der Druck auf die Regierenden in Deutschland und Tschechien wächst. Bürger protestieren gegen den Schwerlastverkehr auf der B 170/E 55, erst recht seit der uneingeschränkten Öffnung für Transit-Lkws am Montag.
Dippoldiswalde/Dubi. Dietrich Papsch aus Schellerhau ist über die Verkehrszustände auf der B 170 empört. Er unterstützt seit langem die Bürgerinitiativen, die gegen den Schwerlastverkehr im Osterzgebirge mobil machen. Nun aber ist es ihm zu bunt. Gestern morgen griff er zum Stift und schrieb einen offenen Brief an Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU).
Darin wirft er dem Landesoberhaupt vor, dass mit dessen "Billigung die B 170 wieder für den Transitverkehr in beide Richtungen frei gegeben" wurde, obwohl auch Milbradt "hinreichend bekannt war, dass die Straße nach der Umweltkatastrophe im vergangenen Jahr noch zahlreiche Baustellen aufweist".
Papsch bezeichnet schon die einseitige Freigabe der B 170 aus Tschechien am 1. Juli dieses Jahres für die entlang der Straße lebenden Menschen als "unerträgliche Zumutung". Doch die Wiederaufnahme des Gesamttransitverkehrs am 1. September stelle alles bisherige in den Hintergrund. Was viele Anwohner voraussagten, trat bereits am ersten Tag ein: Ein Lkw riss sich die Ölwanne auf und blieb mitten innerhalb einer Baustelle auf der B 170 liegen. "Wer sich die Situation in Schmiedeberg vergegenwärtigt, erlebt einen in der Geschichte beispiellosen Horror-Transit-Krimi", schreibt Papsch. Er ruft Milbradt und auch Wirtschaftsminister Martin Gillo ins Gedächtnis, dass sie "hierfür entscheidende Mitverantwortung tragen", weil sie wider der Vernunft und Realität die Wiedereröffnung der B 170 am 1. Juli zunächst einseitig und am 1. September uneingeschränkt zuließen. "Sie ignorierten damit alle Warnungen und Proteste der betroffenen Menschen im Osterzgebirge und auch die Bitten der Bürgermeister und Kommunalpolitiker in den Orten entlang der Trasse, mit der Wiedereröffnung für den Transitverkehr so lange zu warten, bis die Straße wieder hergestellt ist", kritisiert Papsch. Und er fragt: "Was muss eigentlich noch passieren?" Die Regierenden sollten sich deshalb auch darüber im Klaren sein, dass sie jetzt auch die Verantwortung für die Auswirkungn tragen.
Papsch appelliert: Noch sei es Zeit umzusteuern und die Straße für den Lkw-Transitverkehr wieder zu sperren. "Ich fordere Sie auf, dies sofort zu tun, ehe es zu spät ist." Wenn jedoch nichts passiert, werden die Bürgerinitiativen nicht still halten, kündigt er an, und "friedlichen Widerstand" leisten. "Wir werden nicht zulassen, dass die Menschen entlang der B 170 auf Dauer den Unerträglichkeiten ausgesetzt sind, in Sorge und Angst leben und unsere schöne Osterzgebirgsregion zum Auspuff Europas verkommt."

Sächsische Zeitung 03. 09. 2003

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