Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Leserbrief

zum SZ-Artikel "Landrat: Die B 170 ohne Transiter ist eine Illusion" am 27.12.2002

Landrat Greif hat über Weihnachten nachgedacht - und herausgefunden, wo sein Platz ist. Nicht etwa bei den betroffenen Bürgern, die nach seinen Worten Illusionen nachrennen. Nein, weit gefehlt, er verweist vielmehr auf die Argumente all derjenigen, die es immer schon besser wussten und der Globalisierung der Wirtschaft mit all ihren natur- und ressourcenvernichtenden Prozessen das Wort reden. An Statt den Dialog mit den Bürgern zu suchen, gemeinsam mit ihnen zukunftsfähige Wege zu diskutieren, lässt Herr Greif seine Auffassung zu den Dingen über die Presse verlauten. Das ist nichts Neues, denn bereits im vergangenen Jahr ignorierte er die Einladungen der Freien Wähler und der Grünen Liga zu öffentlichen Veranstaltungen über Bürgerforderungen zur B 170.
Forderungen nach immer mehr Straßen gehören dagegen zu den beliebten Themen, denen sich Landräte geradezu auf die Fahnen geschrieben zu haben scheinen. In der SZ-Ausgabe vom 04./05.01.2003 ("Sachsen drängen auf schnelleren Straßenausbau") fordern auch die Landräte des Vogtland- und des Annabergkreises, Tassilo Lenk und Jürgen Förster, angesichts des rasant steigenden Transitaufkommens im Zuge der EU-Osterweiterung immer mehr Straßen. Als wenn es keine umweltfreundlicheren Alternativen für Verkehrswege zwischen Sachsen und Tschechien gäbe. Dabei machen es uns Länder, wie die Schweiz vor, wie man unter Mitbestimmung der Bürger nach ökologischen Auswegen des auch dort immer stärkeren Transitverkehrs über die Alpen durch Verkehrsverlagerung auf die Schiene sucht und auch findet. Nur bei uns, da wird der Bürger erst gar nicht gefragt und wenn notwendig, auch gegeneinander ausgespielt.
In einer Welt, in der sich Politik immer mehr der Ökonomie unterordnet, werden Politiker zu Hofnarren dieser die Politik determinierenden Ökonomie und vergessen schnell, dass sie vor allem die Interessen derer zu vertreten haben, die sie wählten. Das Schlimme, sie merken nicht einmal, dass ihre Erklärungs- und Kanalisierungsfunktion in Wirklichkeit von der Ökonomie kaum mehr gebraucht wird. Die globalisierte Wirtschaft erklärt sich aus sich selbst heraus und kanalisiert, wenn nötig mit Brachialgewalt.

Herr Landrat Greif, zeigen Sie, dass dieser Vorwurf auf Sie nicht zutrifft. Stellen Sie sich dem Dialog mit den Bürgern und den Bürgerinitiativen und suchen Sie gemeinsam mit uns nach nachhaltigen Verkehrslösungen, die wir auch noch vor unseren Kindern und Enkeln verantworten können.

Dietrich Papsch, Altenberg/OT Schellerhau

Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"