Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Sattelschlepper rollen wieder durch Altenberg

Ab heute ist es mit der himmlischen Ruhe endgültig vorbei: Am Grenzübergang Altenberg kann der Schwerlastverkehr wieder ohne Einschränkungen rollen. Die Grenze war nach der Flutkatastrophe am 12. August geschlossen worden, da zahlreiche Passagen der Bundesstraße 170 im Bereich Schmiedeberg nicht mehr passierbar waren. Am 1. Oktober 2002 wurde der Altenberger Übergang wieder für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen und Busse geöffnet, seit 1. Juli 2003 dürfen schwere Lkw aus Richtung Tschechien wieder nach Deutschland einreisen.

Heute fällt die letzte Schranke, können Sattelschlepper auch wieder von Deutschland nach Tschechien einreisen. Was für die Lkw-Fahrer, die weite Umleitungen über andere Grenzübergänge in Kauf nehmen mussten, ein Segen ist, bringt die Anwohner in den grenznahen Gebieten auf die Palme. "Wir hatten uns an die Ruhe und die saubere Luft nach der Sperrung gewöhnt", sagte Karel Pesicka, Vorsitzender der Bürgerinitiative "Gemeinden gegen Lastkraftwagen" auf der tschechischen Seite des Erzgebirges.

Der Tscheche kündigte schon für heute Proteste gegen den Transitverkehr an. Seine Initiative werde am Nachmittag in einem Hotel in Dubi mit Vertretern von Speditionsgesellschaften das Gespräch suchen und von ihnen das Versprechen fordern, dass nach Fertigstellung der Autobahn Prag - Dresden die Lastwagen nicht mehr auf der Landstraße durch das Erzgebirge rollen. Je nach Ausgang der Gespräche werde die Bürgerinitiative lediglich einen Schweigemarsch am Straßenrand oder im Falle einer Weigerung der Spediteure eine kurzzeitige Blockade des Grenzübergangs in Szene setzen.

Altenberg gilt als einer der wichtigsten deutsch-tschechischen Grenzübergänge. Im Jahr vor der Flut passierten zwei Millionen Pkws, 100.000 Busse und 440.000 Sattelschlepper die Grenze. Nordböhmische Transportunternehmer forderten seit Wochen die Wiedereröffnung des Übergangs, da sie seit der Sperrung die Hälfte ihrer Einnahmen eingebüßt hätten.

Auch ohne Proteste von lärmgeplagten Anwohnern wird der Verkehr auf der deutschen Seite nicht reibungslos rollen: In Schmiedeberg und am "Kaitzer Loch" bei Bannewitz behindern Bauarbeiten die Fahrzeugkolonnen. "Trotz Hochdruck konnten leider noch nicht alle Hochwasserschäden beseitigt werden", sagte Andrea Fischer, Staatssekretärin im Sächsischen Wirtschaftsministerium. Erst Ende November würden die Baustellenampeln verschwinden. Auch die Arbeiten an der Autobahn 17 und an den Zubringern bei Dresden können zu Beeinträchtigungen auf der B 170 führen. Der flutgeschädigte Grenzübergang Schmilka wird heute wieder uneingeschränkt für den Busverkehr freigegeben, Reisebusse können wieder von Deutschland nach Tschechien fahren. Wegen Bauarbeiten in Königstein und Postelwitz werden die Kraftfahrer aber auch hier nicht ohne Staus über die Runden kommen. Die Empfehlung des Ministeriums: Am besten weiter den Grenzübergang Bahratal nutzen.

Thomas Hartwig

Dresdner Neueste Nachrichten 01. 09. 2003

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