Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Wessen Provokation?

Leserbrief von Holger Flegel am 29. 06. 2003
zur Meinung von Landrat Bernd Greif am 28. 06. in der "Sächsischen Zeitung"

Mit Vokabeln wie "Hohn" und "Provokation" soll nun das alte und mittlerweile sehr wohl durchschaute Spiel an der B170 weiter getrieben werden.
Die anderen waren es mal wieder. Doch so einfach kommt Landrat Greif diesmal nicht davon. Das Problem B170 existiert seit vielen Jahren und statt Entlastung für die Anwohner sind immer nur mehr Belastungen hinzugekommen.

Dass dies so ist, wie es ist, dafür steht "als Landrat, wie persönlich Herr Greif, [ ..] an der Spitze." Herr Greif ist nicht Opfer, sondern Täter. Was hat er zur Lösung des Verkehrsproblems beigetragen. Hat er auch nur einen einzigen Erfolg vorzuzeigen?

Jedem, der einigermaßen nüchtern den Bau der neuen GZA betrachtete, musste klar sein, dass mit dem Ersetzen des "Flaschenhalses" Zinnwald durch die neue GZA Altenberg eine Verkehrslawine ohne gleichen losgetreten werden würde. Wo war den da der Einsatz des Mannes von der Spitze?

Die A17 wurde aus dem Hause Greif als "große Ortsumgehung von Bannewitz bis Altenberg" bezeichnet und sollte den Verkehr von der B170 nehmen. Herr Greif, seit wann war es denn Ihnen klar, dass die A17 den Verkehr der B170 nicht fassen kann? Warum haben Sie sich denn nicht dafür eingesetzt, die Autobahn dann leistungsfähiger zu machen?

Die B170neu ist seit ungefähr einem Jahr bei den Verkehrsplanern im Gespräch. Mit Vehemenz wurde versucht, sie im Bundesverkehrswegeplan nach vorn zu drücken. Wo war denn das Engagement für Bannewitz, Possendorf, Altenberg usw.? Was haben denn Sie, Herr Greif, dafür getan, dass auch diese Gemeinden entlastet werden? Im Bundesverkehrswegeplan ist nicht eine Ortsumgehung für diese Gemeinden zu finden.

Nun versucht Herr Greif erneut Nebelbomben zu schmeißen und die Leute in die Irre zu führen. Die Politiker, denen Greif eine "tolle Einstellung" vorwirft, die sind in die Region gekommen, haben sich das Problem angeschaut und mit den Betroffenen gesprochen. Der Wirtschaftsminister des Landes Sachsen war nicht einmal hier und weiß wahrscheinlich nicht einmal im Entferntesten, worüber er Entscheidungen herbeiführen will. Eingeladen zu Gesprächen wurde er dabei jedoch etliche Male, genau wie Sie, Herr Greif, doch gekommen sind Sie beide nicht.

Als letztes werfe ich Ihnen auch noch die schamlose Selbstüberschätzung vor. Ja glauben Sie denn wirklich, dass sich die gesamte Bundesrepublik nach dem Weißeritzkreis richtet, mit Herr Greif an der Spitze?

Das Verfahren um den Bundesverkehrswegeplan ist seit Monaten bekannt. Sie wollten seit ca. einem Jahr die B170neu, doch haben sich immer wieder vor einer öffentlichen Stellungnahme dazu gedrückt, vielleicht haben Sie auch gedacht, ihr Beschluss vom 13.11.2002 gehe einfach so durch und niemand merkt etwas davon. Nun sind sowohl die fachlichen Erörterungen in den Bundesgremien vorbei als auch die Bund-Länder-Gespräche zwischen Berlin und Sachsen. Nun fällt Ihnen ein, dass der Weißeritzkreis auch noch etwas zu sagen hat und empfinden die Bemerkung des MdB Peter Hettlich als "Provokation und Verachtung", dass der Bundesverkehrswegeplan nicht mehr aufgedröselt wird, weil der Weißeritzkreis seine Stellungnahme noch nachreichen möchte. Herr Greif, wachen Sie auf!

Tun Sie endlich etwas für die Anwohner der B170! Die einzige und auch beste Lösung ist nicht der Neubau neuer Strassen, die nur noch mehr Verkehr in die Region ziehen, die beste und einzige Lösung ist die Verlagerung des Transitschwerverkehrs von der B170 auf die A17.
Stellen Sie sich doch mit Ihren Wählern auf die Strasse, wenn Ihre sonstigen Verhandlungen nur zu solchen fatalen Ergebnissen führen, wie die Beratungen mit dem Wirtschaftsministerium um die Wiedereröffnung der B170 nach der Flut. Die Anwohner der B170 werden vielleicht bald im Chaos versinken, doch von Ihnen an der Spitze ist nichts zu hören.

Angesichts der Vorgeschichte kann ich Ihr Schreiben nur als Provokation und Hohn empfinden und vermute dahinter lediglich politisches Kalkül, um mit billiger Propaganda Stimmung für die Kreistagsdebatte über die B170 zu machen. Doch seien Sie sich diesmal gewiss, die Bürger der Region werden auch Sie dafür verantwortlich machen, wenn weiterhin nichts für die Anwohner der B170 getan wird und wenn Sie im Kreistag die Interessen der überregionalen Verkehrslobby über die Interessen der Bürger der Region stellen.

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