Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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wanderungEtwa 150 Bürger trafen sich am Sonntag auf der Hochwaldstraße in Oberfrauendorf zu einer winterlichen Protest-Wanderung gegen die geplante neue Trasse der B170, die zwischen Dippoldiswalde und Waldbärenburg über die Höhenrücken führen soll. Foto: Peter Kuner

 

 

 

 

 


Osterzgebirge nicht zerstören

Etwa 150 Bürger forderten am Sonntag ein Ende des Transiter-Wahnsinns

Dippoldiswalde. Wenn Bürgerinitiativen einmal aktiv werden, dann kennen sie nichts. Trotz Wind und Kälte zogen am Sonntag die Bürgerinitiative B 170 und die neu gegründete Initiative „Lebenswertes Erzgebirge“ über die Höhenrücken von Oberfrauendorf. Mit Transparenten in den klammen Händen marschierten sie die Hochwaldstraße entlang, genau dort, wo die neue Trasse der B 170 geplant ist. Ihrem Aufruf, gemeinsam für den Erhalt des Osterzgebirges zu wandern, schlossen sich etwa 150 Bürger an.

Sie fordern ein Ende des Transiter-Wahnsinns. Nie mehr soll grenzüberschreitender Schwerlastverkehr über die alte B 170 rollen und auch nicht über eine neue B 170, die zwischen Dippoldiswalde und Waldbärenburg über die Höhenzüge entstehen soll. Sie befürchten, dann mit der Fertigstellung der Autobahn A 17 von Dresden nach Prag drei Schnellstraßen vor der Haustür zu haben, die immer mehr Lkw-Verkehr anziehen und die Landschaft zerstören. Ihr Ziel ist, dass der Transitlastverkehr von der Straße auf die Schiene verbannt wird.

Die Bürgerinitiativen haben inzwischen auch Rückendeckung aus der Politik bekommen. Die sächsischen Bündnisgrünen lehnen die neue geplante Trasse der B 170 entschieden ab. Und inzwischen hat sich auch Sachsens Umweltminister Steffen Flath weit aus dem Fenster gelehnt und sich gegen die Verlegung der B 170 ausgesprochen.

Solche klaren Bekenntnisse gehen den Bürgerinitiativen wie Öl herunter. Doch die Beine werden deshalb nicht aus den Pedalen genommen. „Wir wollen den Schwung nicht verlieren“, sagt Holger Flegel von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Erzgebirge“. „Wir müssen den Umweltminister jetzt unterstützen, ihm den Rücken stärken.“

Bürger haben inzwischen Transparente gefertigt, mit denen sie ihren Protest öffentlich machen. Plakate hängen an der Hochwaldstraße, in Oberfrauendorf und Elend. Auch im Weißeritztal, in dem zwischen Ulberndorf und Schmiedeberg bis zum August-Hochwasser bereits Transparente aufgestellt waren, werden die Schilder wieder hervor geholt.

Außerdem sammeln die Bürgerinitiativen Unterschriften in der Bevölkerung gegen den Transitschwerlastverkehr und die neue geplante B 170. Diese Listen sollen dann an Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt geschickt werden. (SZ/ks)

Sächsische Zeitung, Dienstag, 17. Dezember 2002

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