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Sächsische Zeitung (Lokales Freital ), 27.12.2002

Landrat: Die B 170 ohne Transiter ist eine Illusion

Forderung, Gefahrguttransporter auf die Rola, stößt bereits auf Widerstände

In den letzten Wochen hat sich der Widerstand gegen den bald wieder zu erwartenden Verkehr auf der B 170 und den eventuellen Neubau einer Alternativstrecke zwischen Dippoldiswalde und Waldbärenburg verschärft. Landrat Bernd Greif bedauert das.

Jana Klameth

Nie wieder Schwerlast-Transitverkehr im Osterzgebirge. Das fordern die Bürgerinitiativen B 170 und "Lebenswertes Erzgebirge". Und viele Anlieger der Bundesstraße von Bannewitz bis Altenberg schließen sich dieser Forderung an. Landrat Bernd Greif (CDU) registriert das mit Besorgnis. "Diese Forderung ist eine absolute Illusion", sagt er. Es sei schon wahnsinnig schwer, die Verlagerung der Gefahrguttransporter auf die Schiene durchzusetzen. "Es ist derzeit noch völlig offen, ob uns das gelingt", sagt Greif. Denn gegen diese Forderung des Weißeritzkreises rege sich Widerstand. So kämpfe die Landeshauptstadt Dresden gegen diese Lösung. Denn das würde bedeuten, dass die Gefahrguttransporter mitten durch Dresden zum Güterbahnhof Friedrichstadt fahren müssten. Tag für Tag sind das zwischen 100 und 150 Fahrzeuge. Und auch der Landkreis Sächsische Schweiz ist nicht begeistert von der Aussicht, dass künftig Züge voller Gefahrgut-Laster durch sein Gebiet rollen sollen. "Dazu kommt, dass wir für die Sperrung der B 170 für Gefahrguttransporter die Genehmigung vom Bund und von der Europäischen Union einholen müssen", erläutert Greif. Er vermutet, dass die Verantwortlichen, je weiter weg sie vom Weißeritzkreis sitzen, die Probleme nicht verstehen. "Sie werden sagen: Bundesstraßen sind für alle da", befürchtet Greif. Er setzt deshalb schon hinter die Forderung "Gefahrguttransporte auf die Rola" drei Fragezeichen.
Gar keine Chance hat aus seiner Sicht da die Forderung, den gesamten Schwerlastverkehr von der B 170 verbannen zu wollen. "Dafür wird es keine Genehmigung geben, weder vom Land, noch vom Bund, noch von der EU."
Die Bundesstraße, die vom Hochwasser an mehreren Stellen total zerstört worden war, soll Mitte nächsten Jahres wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden. Die Belastung wird sicher nicht geringer werden als vor der Flut. Angesichts der nahenden EU-Osterweiterung wird aller Wahrscheinlichkeit nach der Verkehr noch weiter wachsen. "Das vor Augen kann ich die breite Ablehnung der Alternativstrecke zur jetzigen B 170 nicht verstehen", sagt Greif. Seiner Meinung nach wäre es besser, der Verkehr verteilt sich. Denn die Pkws und Lkws werden seiner Meinung nach rollen, wenn nicht über die neue Bundesstraße, dann komplett über die alte. "Bei allen Problemen für die Natur, die ich auch sehe, bin ich für den Bau der Alternativstrecke zur B 170 zwischen Dippoldiswalde und Waldbärenburg", sagt Greif. Blockaden hält er dagegen für wenig wirksam. "Das wird dann so sein, wie bei den Blockaden von Atommüll-Transporten. Die Fahrt wird behindert, aber letztendlich kommt die Fracht doch immer an. Ich befürchte, so wird es auch bei uns", gibt der Landrat zu bedenken.

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