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Jäger lehnen neue B 170 ab

Kreisverband sieht Lebensräume für das Wild gefährdet

Dippoldiswalde/Freital. Vorstand und Hegerat des Jagdverbandes Weißeritzkreis lehnen einstimmig den Bau einer neuen B 170 zwischen Dippoldiswalde und Waldbärenburg über die Höhenzüge ab. „Ein vollständiger Ausbau der Hochwaldstraße zur Bundesstraße wäre eine tiefgreifende Zäsur in das bestehende Lebensgebiet unseres Wildes im Osterzgebirge“, heißt es dazu in einer Presseerklärung.

Wenn die Hochwaldstraße ausgebaut wird, geht dann ein Schnitt durch den Wald. Der Jagdverband rechnet damit, dass etwa 500 Hektar in Richtung Nordosten vom bestehenden Waldgebiet abgeschnitten sind. Durch den dichten Verkehr zur Grenzzollanlage in Altenberg könne das Wild nicht über die Straße wechseln. Besonders das Rotwild werde in immer kleinere Waldstücke gezwungen. Die Jäger gehen davon aus, dass sich die Schälschäden erhöhen und Wildunfälle zunehmen.

Außerdem sind sie überzeugt, der Wert der Natur wird mit dem Ausbau der Hochwaldstraße im Gebiet um Altenberg sinken. Touristen würden von den traditionellen Urlauberorten geradezu weggelenkt. Zugleich werde der Wert der Jagdpacht zurückgehen. Das bedeute Verluste für die Bodeneigentümer.

Der Straßenbau würde ihrer Ansicht nach auch noch etwa 70 Hektar Waldfläche verschlingen. Dem Wild fehlen damit Rückzugsgebiete. Schäden an den Beständen, insbesondere an Neuaufforstungen, seien dadurch nur schwer abzuwehren.

Aus all diesen Gründen plädiert der Jagdverband dafür, die Hochwaldstraße nur im Katastrophenfall zu nutzen. Ansonsten soll sie weiter der Waldgemeinschaft vorbehalten sein.

Sächsische Zeitung, Donnerstag, 19. Dezember 2002

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