Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

Gästebuch | Forum | Kontakt | Impressum
Presse 2005 | Presse 2004 | Presse 2003 | Presse 2002
aktuelle Aktionen | Aktionen der Vergangenheit | Tour de Natur |
Bürgerinitiative | Bündnis 90/Die Grünen | SPD | PDS | CDU | andere |
Briefe von Bürgern/Initiativen | Briefe von Parteien | Antworten |
0

 

Osterzgebirge soll nie mehr Transit-Land für Lkws sein

Bürgerinitiativen stellen Forderungskatalog auf

Dippoldiswalde. Nie wieder Schwerlast-Transitverkehr im Osterzgebirge – auf diesen Nenner verständigten sich am Montag die beiden Bürgerinitiativen zur B 170 und „Lebenswertes Erzgebirge“ zur neu geplanten Bundesstraße mit der Grünen Liga in Dippoldiswalde. Gemeinsam stellten sie einen Forderungskatalog auf, der sich an Behörden und Politiker richtet.

Im Kern geht es darum, keinen Transit-Schwerlastverkehr mehr auf der alten B 170 zuzulassen und auch keine neue Bundesstraße im Osterzgebirge zu bauen. Die jetzige Bundesstraße, die durch das August-Hochwasser arg in Mitleidenschaft gezogen wurde, soll bis zum Sommer so repariert sein, dass die Trasse dann auch wieder für Transit-Lkws frei gegeben wird. Da diese Strecke aber nicht sicher vor Hochwasser ist, soll eine Ersatz-Variante gebaut werden. Diese Straße ist zwischen Dippoldiswalde und Waldbärenburg über die Höhenzüge geplant. Gegen dieses Paket wehren sich aber die Bürgerinitiativen.

Sie machen vier Forderungen auf. Erstens soll der grenzüberschreitende Güterschwerverkehr auf der B 170 nicht wieder aufgenommen werden. Die Bürgerinitiativen verlangen, dass die Straße im Tal der Roten Weißeritz so aufgebaut wird, dass sie dem Hochwasserschutz entspricht. Denn Bürger machen inzwischen auch den Straßenbau mit dafür verantwortlich, dass ihre Grundstücke von der Flut getroffen wurden. „Böschungen wurden ausgebaut, die Straßen immer höher und breiter, damit sie den Schwerlastverkehr aufnehmen können“, zählte Michael Kaden aus Ulberndorf von der Bürgerinitiative B 170 im SZ-Gespräch Beispiele auf. „Bäume wurden umgesägt, und Straßengräben wurden zu Straßen.“

Zugleich fordern die Bürgerinitiativen die Sperrung der Grenzzollanlage in Altenberg für den Güterschwerverkehr und deren sofortigen Rückbau. Denn mit der neuen Anlage stieg der Lkw-Verkehr aus ihrer Sicht ins Unerträgliche.

Zweitens verlangen sie, dass tatsächlich notwendige Gütertransporte auf der Schiene fahren. Die Rollende Landstraße soll deshalb ausgebaut werden. Außerdem müssten die Strukturen bei der Abfertigung und Beförderung der Güter mit der Bahn effizienter sein, damit diese angenommen werden.

Drittens lehnen die Bürgerinitiativen jeglichen Ausbau der Infrastruktur im Osterzgebirge für Transitverkehr ab. Insbesondere sind sie gegen einen Neubau von Bundesstraßen. Viertens fordern sie ein umfassendes Verkehrskonzept, das das Osterzgebirge als Tourismusregion erhält und fördert. (SZ/ks)

Kontakte: BI Lebenswertes Erzgebirge: Holger Flegel, Oberfrauendorfer Str. 8a, 01744 Dippoldiswalde, e-Mail: hofl@arcor.de, 03504/61 10 53.

BI B 170: Michael Kaden, Alte Str. 12/c, 01744 Ulberndorf, 03504/61 07 58.

Grüne Liga Osterzgebirge e.V., Jens Weber, Große Wassergasse 19, 01744 Dippoldiswalde, e-Mail: gl.osterzgebirge@t-online.de, 03504/61 85 85.

(Sächsische Zeitung Dippoldiswalde, 11. 12. 2002)
Über uns | Site Map | Privacy Policy | Kontakt | ©2005 Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge"