Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Weg mit den Transitern

Bürgerinitiativen schließen sich im Kampf gegen den Schwerlastverkehr zusammen / Proteste gegen neue B 170
Von Mandy Schaks

Bürger aus dem Weißeritztal und aus dem Gebirge haben sich am Donnerstagabend in Niederfrauendorf zusammengeschlossen. Sie sagen dem Schwerlastverkehr den Kampf an, wollen keine neue B 170 und auf der alten Trasse keine Transiter mehr.

Es sah nach einer Zerreißprobe aus. Wird die Bürgerinitiative B 170, die sich vor einigen Monaten gegründet hatte und sich gegen den zunehmenden Schwerlastverkehr auf der Bundesstraße zur Wehr setzte, die Arme hoch reißen und jubeln? Denn mit einer neuen Trasse, wie sie jetzt von Dippoldiswalde bis Waldbärenburg auf den Höhenzügen geplant wird, wäre sie vielleicht ihrem Ziel näher als je zuvor. Und wird nun die neu gegründete Bürgerinitiative „Lebenswertes Erzgebirge – Heimat erhalten“ den schwarzen Peter haben?

Doch den Gefallen haben die 150 Bürger, die am Donnerstagabend in den Gasthof Niederfrauendorf gekommen waren, den Politikern nicht getan.

Ihre Ansage war eindeutig: Sie lassen sich nicht gegeneinander ausspielen, sie wissen, nur gemeinsam sind sie stark. Die wenigen Befürworter der neuen Trasse wurden überstimmt.

„Wir sind keine grünen Quereler und auch nicht gegen Straßenbau“, sagte Margot Welsing aus Elend, „aber für eine sinnvolle Verkehrsführung.“ Sie kritisierte den Schnellschuss, mit dem jetzt den Einheimischen eine neue B 170 vor die Nase gesetzt werden soll. „Wenn wir hier zustimmen, geben wir Vorschub. Und in fünf Jahren reicht auch diese neue Straße nicht aus. Dann kommt die nächste.“ Sie warnte davor, dass sich die Bürgerinitiativen in Lager teilen, in die unten im Tal und die oben auf dem Berg. „Nein“, sagte sie entschlossen, „alle beide Straßen dürfen nicht mit Transitverkehr zugerammelt werden.“ Brigitte Kaden aus Ulberndorf von der Bürgerinitiative B 170 stimmte dem zu: „Die Verkehrsprobleme sind ein Problem der gesamten Region Osterzgebirge.“ Werde die geplante Variante verworfen, komme eine neue. Denn die B 170 halte das steigende Verkehrsaufkommen nicht aus. Und für die Einwohner in Oberhäslich oder Possendorf gebe es auch mit der neuen Trasse keinerlei Entlastung. „Für verfehlte Verkehrspolitik kann man uns nun aber nicht bestrafen“, sagte sie. Das Grundübel sei die überdimensionierte Grenzzollanlage, die in Altenberg gebaut wurde. Sie müsse, wie einst versprochen, wieder zurückgebaut werden. Brigitte Kaden kündigte Demonstrationen an, wenn die jetzige B 170 wieder für den Transitverkehr frei gegeben wird.

Auch Dietrich Papsch aus Schellerhau sprach jetzt von der Chance, die die Bürger haben: „Entweder wir haben weiter Natur und Tourismus oder künftig mit der Autobahn sogar drei Schnellstraßen.“ Und er gab zu bedenken: „Wer Straßen baut, wird Verkehr ernten. Das war schon immer so.“

Die Bürger waren sich einig: Das wollen sie nicht haben. Noch am Donnerstagabend wanderten Unterschriftenlisten durch den Saal, um gegen eine neue B 170 zu protestieren und gegen Schwerlastverkehr auf der alten B 170. Petitionen und Transparente sind in Arbeit.

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