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Kreistag fordert eine Alternative zur B 170

Oberes Kreisgebiet und Grenze müssen ständig erreichbar sein / Flutschäden 300 Mio Euro höher

Von Jana Klameth

Der Freistaat Sachsen soll für die extrem hochwassergefährdete Bundesstraße B 170 zwischen Dippoldiswalde und Waldbärenburg eine Alternative schaffen. Das beschloss gestern Abend der Kreistag in Dippoldiswalde einstimmig.
Das heißt: Parallel zur jetzt vorhandener! B 170 soll eine zweite Straße gebaut werden, möglichst außerhalb der Ortschaften und weitab von Flüssen. Das ist aus Sicht der Kreisräte nötig, damit auch bei Unwettersituationen das obere Kreisgebiet und der Grenzübergang Altenberg/Zinnwald immer erreichbar sind. „Denn die Flut vom August hat gezeigt, dass bei einer Zerstörung der Bundesstraße das obere Kreisgebiet abgeschnitten ist", begründete Landrat Bernd Greif (CDU). Wenn der Forst nicht bereit gewesen wäre, einen seiner Wege - die ehemalige Hochstraße - für Rettungs- und Hilfskräfte zu öffnen, hätte es aus der Sicht des Kreises extreme Probleme bei der medizinischen Betreuung und bei der Versorgung der Bevölkerung gegeben. Deshalb, so die Forderung, sollte umgehend eine alternative Straße errichtet werden.

Dabei, so regte PDS-Kreisrat Klaus Wiegner an, sollte auf bereits vorhandene Pläne zurückgegriffen werden. Die waren schon einmal als Variantenuntersuchung für den Autobahnbau nach Tschechien erarbeitet worden. „Das geschieht", sagte Greif. Das Straßenbauamt Dresden würde bereits Varianten prüfen. Deshalb wäre es ja auch so wichtig, dass sich der Kreistag hinter diese Überlegungen stellt. „Ich befürworte solche Pläne voll und ganz", sagte Greif. „Allerdings ist meine Forderung, dass der Kreis nicht belastet wird. Die neue Straße müssen Bund und Land finanzieren." Dem stimmte der Kreistag zu.

Zuvor hatte Greif einen Bericht zur Flut gegeben. Wichtigste neue Erkenntnis: Die Schadenssumme im Kreis hat sich von bisher geschätzten 550 Millionen auf über 820 Millionen Euro erhöht.

Sächsische Zeitung, Donnerstag, 14. November 2002

Mail-Antwort an SZ-Lokalredaktion Dipps
Wenn es zum Bau einer zur B 170 parallelen Straße kommt, dann ist es doch nur ein kleiner Schritt zur Nutzung als neue Transitstrecke! Wenn die neue Straße zwar möglichst außerhalb der Ortschaften liegt, aber diese dennoch tangiert, werden die neuen Leidtragenden die Bewohner der Ortschaften im Verlauf der "ehemaligen" Hochwaldstraße (wir befürchten dass diese genutzt wird) sein, wie z.B. Elend, Oberfrauendorf, Dönschten, Falkenhain, Waldidylle und Oberbärenburg. Aber auch Altenberg und die B 170-Orte vor Dippoldiswalde hätten durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen die zusätzliche Belastung zu tragen. Diese Konsequenz muss ausgeschlossen werden! Hat das der Kreistag in Dippoldiswalde bei seinem einstimmigen Beschluss auch bedacht?

Eberhard und Ingrid Pohl, Bannewitz

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