Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Schalltechnische Untersuchung der zu erwartenden Geräuschimmission im Kurort Oberbärenburg durch Ausbau der B174 zur Transitstrecke
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Aufgabenstellung
Kurzfristig und ohne aufwendiges Planfeststellungsverfahren will der Freistaat Sachsen eine parallele Transitstraße zur B 170 ausbauen
Daraus ergibt sich unabhängig von ökologischen und wirtschaftlichen Folgen eine erhebliche Immissionsbelastung für den Kurort Oberbärenburg

Bestimmung der Geräuschemission
Ausgehend vom Falkenhainer Flügel einer geraden 1300 m langen Straße zwischen der Baukahre und Waldidylle, Höhe im mittel 745 über NN, sowie 1000 m Luftlinie bis Oberbärenburg Mitte in gleicher Höhe ergibt Ich der Immissionspegel wie folgt. Auf einer Strecke von 700 m mit Sicht auf die Ortsmitte kann eine unbehinderte freie Schallausbreitung zugrunde gelegt werden
Aus Diagramm (I) ergibt sich unter Vernachlässigung des PKW-Anteils, sowie p= 100 % LKW und Verkehrsstärke M= 150 LKW/h maximal in 25 m Abstand rechtwinklig von der Straßenmitte ein Emissionswert
68 dB (A)
Aus Diagramm (III) ergibt sich in 1000 m eine Pegelreduzierung um 21 dB (A)
Die Pegeländerung bei freier Schallausbreitung und 4 dB (A) Abnahme je Abstandsverdoppelung nach Tabelle l bestätigt ebenfalls - 21 dB (A)

 

Abstand m Pegeländerung dB (A) Immissionspegel dB (A)
26 69  
50 -4 65
100 -4 61
200 -4 57
400 -4 53
800 -4 49
1000 -1 48

Der Immissionspegel reduziert sich damit von 69 dB (A) um 21 dB (A) auf 48 dB (A) in Ortsmitte
Eine Pegelreduzierung durch Bewuchs kann ausgeschlossen werden, denn der Nadelwand ist im unteren Bereich frei.

Selbst Schallschutzanlagen durch Wände oder Wälle reduzieren den Pegel im Nahbereich, aber nicht den sich "glockenförmig" ausbreitenden Schalldruckpegel in 1000 m Entfernung.
Damit muss Tag und Nacht von einem nicht zulässigen Immissionspegel von 44 dB (A) in Ortsmitte ausgegangen werden.
Der vom Gesetzgeber zugelassene Wert beträgt in reinem Wohngebiet und Kurorten Tags von 6:00 bis 22:00 Uhr 45 dB (A) und Nachts von 22:00 bis 6:00 Uhr 35 dB (A).
Momentan liegt der Ruhepegel in der Nacht bei 30 dB (A) und würde sich durch den Transitstraßenbau um unzulässige 13 - 18 dB (A) erhöhen.

Zusammenfassung
Der errechnete Immissionspegel von 48 dB (A) Tag und Nacht in der Ortsmitte macht die Problematik des Straßenbaus mehr als deutlich.
Oberbärenburg war bisher neben seiner reizvollen Lage durch außergewöhnliche Ruhe bei vielen Gästen bekannt.
Der Straßenausbau hätte gravierende wirtschaftliche Folgen.
Es würden wesentlich weniger Gäste kommen, ganz zu schweigen vom Wegfall des Kurort-Status.
Die 1998 vom DWD vorgenommene Bewertung mit 13 Punkten, entsprechend "gut", würde durch zusätzliche 3 Punkte für Verkehrsbelastung auf gesamt 16 Punkte, entsprechend "Nicht günstig", ansteigen.
Da es keine Möglichkeit zur zusätzlichen Pegelreduzierung gibt, muss der Freistaat Sachsen von diesem Vorhaben durch bestehende Gesetzes-Grenzen, maximal 35 dB (A), Abstand nehmen.

© Ingenieurbüro Träger, Neckargemünd

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