Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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Osterzgebirge soll nicht nur ein Durchreisegebiet sein

Am 30. November gründete sich in der "Alten Schäferei" in Elend die Bürgerinitiative (Bl) "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten". (SZ berichtete am 3.12.) Die Initiative informiert in einer Pressemitteilung über ihre Beweggründe und Ziele:
Würde die geplante Trasse in ihrer jetzigen Form umgesetzt werden, würde dies nicht nur bedeuten, dass die Agrargenossenschaften Land verlieren und deshalb Leute entlassen müssten, das gleiche Schicksal droht den Gewerbetreibenden an der alten B170. Zinnwald ist dafür ein gutes Beispiel. Schon vor Jahren wurde ein ähnliches Straßenverkehrsprojekt auf Grund des daraus resultierenden wirtschaftlichen Ruins von Dippoldiswalde und der anderen Orte im Weißeritztalk verworfen.
Die betroffenen Areale wie das Landschaftsschutzgebiet Kohlbusch, die Hochwaldstraße, die Gebiete um Waldidylle, Dönschten oder Falkenhain haben sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ausflugsziel und Erholungsgebiet entwickelt. Die neue Straße würde diese Entwicklung radikal beenden. Unser schönes Osterzgebirge würde nur noch als Durchreisegebiet herhalten.
Angesichts der dramatischen Folgen, die dieses Projekt mit sich bringt, ist es den Bürgern nicht vermittelbar, dass sie von ihren verantwortlichen Behörden oder den Politikern, denen sie erst den Wählerauftrag gaben, weder informiert noch gefragt werden. Es wurde die Forderung an den Regionalen Planungsverband erhoben, ein Gesamtverkehrskonzept für die Region zu erarbeiten, dass die Belastungen durch den Transit- und Schwerlastverkehr durch intelligente Lösungen beseitigt.
Den Hochwasserschutz als Grund zu bemühen, wurde einhellig als vorgeschoben verstanden, denn wie kann denn eine großflächige Versiegelung des Bodens, die Abholzung des Waldes und möglicherweise die Trockenlegung von Feuchtwiesen dem Hochwasserschutz dienen. Das Gegenteil ist der Fall. Die Anwohner in den Tal-Lagen werden noch gefährlicher leben, da das Wasser umso schneller in die Täler fließt. Im Falle eines erneuten Hochwassers würden sie erneut vor einer Katastrophe stehen, allerdings mit weit schlimmeren Folgen, da die alte B170 dann nur noch eine nachrangige Straße wäre und die Versicherungen sicher noch weniger bezahlen würden. Hinzu kommt, dass die hochwassergeschädigten und -gefährdeten Gemeinden bis auf Altenberg mit der neuen Straße nicht besser zu erreichen sind.
Auch der ins Feld geführte Kostenvoranschlag von 25 Millionen Euro ist mehr als fragwürdig. Auf Grund der Tatsache, dass die gesamte Trasse auf vormals intensiv genutztem Bergbaugebiet verläuft, sie Trinkwassereinzugsgebiet schneidet, sie über landwirtschaftlich und forstwirtschaftlich genutzte Fläche führt, werden die Ausgleichsmaßnahmen, die Maßnahmen für Lärmschutz, Wildzäune und Wildbrücken, Bergsicherungsmaßnahmen usw. die Kosten auf ein Vielfaches ansteigen lassen. Selbst Nicht-Fachleuten dürfte heute schon klar sein, dass für all diese erforderlichen Maßnahmen wesentlich mehr Geld benötigt wird. Angesichts der leeren Kassen überall drängt sich die Frage auf: Wer soll das bezahlen? Die Bürgerinitiative "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten" ruft alle Bürger auf, sich aktiv für den Erhalt unseres schönen Erzgebirges einzusetzen, dafür steht die Bürgerinitiative jedem offen.
Ansprechpartner dafür ist Holger Flegel, Tel.: 03504/611053, email: hofl@arcor.de

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