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Grenzübergang könnte für Pkw gesperrt werden

Schwerlastverkehr. Das Lausitzer Oberland will die Lkw-Lawine in den Griff bekommen. Dazu braucht es auch die Hilfe der tschechischen Seite.

Herr Schwarzbach, als Technischer Beigeordneter des Landrats sind Sie zuständig für die Probleme, die die Umleitung des Schwerlastverkehrs von Altenberg in den Landkreis Löbau-Zittau mit sich bringt. Bekommen Sie die Lage in den Griff?

Ich denke schon. Gestern hatte sich die Situation am Grenzübergang Neugersdorf schon wieder weitgehend normalisiert, sofern man unter diesen Umständen von „normalisieren“ sprechen kann. Daran hat auch die tschechische Seite Anteil, die auf unser Drängen eine zweite Abfertigungsspur geöffnet hat. Die Wartezeit für die Lkws hat sich daraufhin auf eine Stunde verkürzt.

Am Mittwoch hatte sich das Verkehrsaufkommen auf Anhieb verdreifacht. Hatten Sie damit gerechnet?

Eigentlich schon. Wir wussten ja, dass die 3 000 Fahrzeuge, die bisher täglich über die B 170 gerollt sind, nicht irgendwo verschwinden. Hinzu kommt, dass bei diesen Schneeverhältnissen das Vogtland eher die schlechtere Alternative für die Fahrer darstellt. Wir rechnen durchaus mit bis zu 1 000 Schwerlastern pro Tag, 600 mehr als bisher.

Wie sind Sie darauf vorbereitet?

Wir haben einen gut funktionierenden Staustufenplan, für den wir die Umgehungsstraße zum Grenzübergang abschnittsweise nutzen und der je nach Verkehrsaufkommen unkompliziert in Kraft gesetzt wird. Kollegen von Landratsamt, Landespolizei oder Straßenverkehrsamt sind ständig vor Ort.

Probleme bestehen besonders für den Pkw-Verkehr, der sich in die Lkw-Schlange einreihen muss, weil die Laster nicht überholt werden können.

Das stimmt. Deshalb, aber vor allem wegen der Möglichkeit, auch die Pkw-Abfertigungsspur noch als dritte Spur für Lkws zu nutzen, habe ich gestern vorgeschlagen, den Grenzübergang vorübergehend für den Pkw-Verkehr zu sperren. Das kann aber die deutsche Seite nicht allein entscheiden. Wir werden uns deshalb bemühen, dass schnellstmöglich die Verhandlungen mit Tschechien aufgenommen werden.

Hält die Region die zusätzliche Verkehrsbelastung auf Dauer überhaupt aus?

Sie wird es müssen. Sollte es erforderlich sein, werden wir uns auch für zusätzliche Fußgängerampeln in den Ortsdurchfahrten und ein nächtliches Hupverbot im Stauraum stark machen. Generell zeigt sich aber an der jetzigen Situation, dass diese Region ein Nadelöhr in den Verbindungen zu Tschechien ist. Es zeigt sich, dass unsere Verkehrsinfrastruktur den Anforderungen im Grunde nicht genügt – und es zeigt sich, wie dringend wir den Neubau der B 178 brauchen, der künftig ja auch einen Teil dieses Grenzverkehrs abfangen soll.



Das Gespräch führte Jana Ulbrich

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