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Verbotschilder Kontrollen sollen abschrecken

Bautzen. In der Kreisstadt gingen Verkehrsexperten gestern die kritischen Punkte der geplanten Brummi-Umleitung ab.

Mit laut pfeifendem Motor beschleunigt der 40-Tonner an der Schliebenstraße. Bei dem Lärm ist kaum zu verstehen, was Dr. Bernd Rohde sagt: „Wenn die Regelung eine Erleichterung für Bautzen darstellt, bleibt das Lkw-Verbot auch bestehen, wenn die Autobahn fertig und die B 170 damit wieder offen ist.“

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Marko Schiemann (CDU) haben sich die zuständigen Amtsleiter, der Oberbürgermeister und Vertreter der Polizei an der alten Tankstelle versammelt, um gemeinsam mit dem Leiter der Abteilung Verkehr im Wirtschaftsministerium Probleme der geplanten Lkw-Umleitung zu besprechen.

„Wir werden mit aller Kraft kontrollieren, dass das Durchfahrtsverbot auch tatsächlich eingehalten wird“, sagt Polizeioberrat Dieter Knöchel. Zwar hat der oberste Verkehrspolizist in der ganzen Direktion lediglich 20 Beamte, die für Lkw-Kontrollen ausgebildet und ausgerüstet sind. „Aber davon werden wir hier zehn Kollegen in Zweiergruppen einsetzen.“ Wenn sie die ersten Lastwagen von der Straße gezogen hätten, würde sich das unter den Kraftfahrern schnell verbreiten und andere abschrecken.

Allerdings sei es schwierig, passende Plätze zum Anhalten der Lkws zu finden. „Wir sind mit der Stadt im Gespräch, welche Nebenstraßen dafür infrage kommen. Außerdem suchen wir noch nach Flächen in Gewerbegebieten.“

Friedensbrücke

Ein Nadelöhr ist die Bautzener Friedensbrücke, schon jetzt rollen täglich 300 schwere Lastwagen darüber. „Die Brücke hält das schon aus“, sagt Straßenbauamtsleiter Roland Schultze, „nur an bestimmten Stellen gibt es Probleme.“ An den Ausgleichsfugen der Brücke befinden sich flexible Übergänge aus Gussasphalt – der geht kaputt, wenn die Autos darauf im Stau stehen. „Auf der Spur stadtauswärts ist das kein Problem, aber Richtung Altstadt müssen wir ständig flicken.“ Sollte es der Haushalt hergeben, will Schultze noch dieses Jahr neue Übergänge einbauen lassen.

Zeppelinstrasse

„Eigentlich dachten wir, den Schwerverkehr hier entlang umleiten zu können“, sagt Marko Schiemann an der Eisenbahnunterführung Zeppelinstraße. Schließlich wäre das eine Verbindung zwischen B 96 und Autobahn, die ohne die Friedensbrücke auskommt. Allerdings ist die Durchfahrtshöhe zu niedrig: Brummis passen nur durch, wenn sie genau auf der Straßenmitte fahren. Wenn sich zwei von ihnen begegnen, geht nichts mehr. Schon seit Jahren will die Bahn die Brücke so umbauen – aber die Investitionen liegen auf Eis, weiß Amtsleiter Schultze.

Müntzer-/Löbauer Strasse

Diese Kreuzung wird durch die Umleitung noch mehr Lastwagen abbekommen. „Zwar ist der Knoten schon an seiner Leistungsgrenze, aber die 300 passen auch noch“, sagt Roland Schultze. Schließlich seien hier schon viel mehr Lkws entlanggerollt, bevor an den Grenzen die Zollkontrollen wegfielen. Aber eine wirkliche Besserung gäbe es erst, wenn die Bundesstraße zwischen Löbau und Weißenberg fertig ist. Dann sollen hier täglich 6 000 Autos weniger langfahren. „Das Baurecht dafür haben wir – aber kein Geld“, sagt der Amtsleiter.

Polizeioberrat Knöchel sieht das Hauptproblem sowieso nicht in der vorübergehenden Umleitung wegen der B 170: „Langfristig werden wir hier noch viel mehr Lkws herbekommen, weil die Industrie auch im Oberland immer mehr mit Tschechien und Polen verflochten ist – und deshalb zusätzliche Transporte braucht.“

Von Christoph Scharf, Sächsische Zeitung 11. 03. 2006

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