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Spediteure sind auf der Palme

B-170-Sperre. Ausnahme ist möglich, kostet aber die Unternehmen Geld.

Allmählich zeichnet sich ab, wie die Einbahn-Regelung auf der B 170 ab 15. März funktionieren soll. Regionale Wirtschaftsunternehmen können von der B-170-Sperre befreit werden. „Seit Mittwoch stehen verbindlich die Kriterien für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung fest und auch die Gebührentabelle“, sagte Vize-Landrat Thomas Rechentin (CDU). Diese Nachricht verbreitete sich gestern wie ein Lauffeuer und sorgte unter hiesigen Spediteuren für Entrüstung.

„Wir haben jetzt hinten herum erfahren, dass uns die Ausnahmegenehmigung Gebühren kostet“, ärgert sich Sonja Scharfe. Ihr Mann besitzt den Fuhrbetrieb Holger Scharfe in Schellerhau. „Wir müssen die Ausnahme beantragen! Uns bleibt nichts anderes übrig. Denn im Nahverkehr sind wir hier oben unterwegs, und auch sonst haben wir Ladeorte im oberen Gebiet und müssen auch über die Grenze.“

Ähnlich überrascht war Karla Lange, Disponentin bei der Spedition Öhlschläger und Hofmann in Reichstädt: „Drei Gespräche hatte ich mit dem Landratsamt wegen der Ausnahmegenehmigung. Von einer Gebühr war dabei nie die Rede.“ Ihr Betrieb beantragt freie Fahrt für zehn Lkws bis Jahresende. Das schlägt mit 1 180 Euro zu Buche. „Woher soll ich das Geld nehmen?, fragt sie. „Ich kann die Kosten nicht einfach auf die Kunden umlegen.“ Die Firma habe Erfahrungen mit Ausnahmegenehmigungen, die nicht derart ins Kontor schlagen. „Wir fahren seit Jahren auch über Reitzenhain. Dort benötigen wir jedes Jahr eine neue Genehmigung. Dafür zahle ich nicht einen Cent“, sagte die Disponentin. Hartmut Nitzsche, Mitinhaber eines Transportunternehmens in Altenberg, wird noch deutlicher. Er bezeichnet diese Praxis als „Abzockerei“. Dass eine gewisse Gebühr verlangt wird, sehe er ja ein, aber diese Höhe hält er für überzogen.

Das sieht das Landratsamt anders. Für die Bearbeitung entständen zusätzliche Kosten, begründet Rechentin. Die Behörde richte sich nach einer bundesweiten Gebührenordnung. Die jetzt festgelegten Gebühren bewegten sich im unteren Drittel des Möglichen, versichert auch Rainer Frenzel, Leiter des Infrastrukturamtes.

Von Mandy Schaks und Franz Herz, Sächsische Zeitung 10. 03. 2006

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