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Kottmarsdorfer wollen Barrieren gegen Raser

Verkehr. Ab dem 15. März werden zwischen Löbau und Neugersdorf wegen der neuen Grenzregelung mehr Brummis erwartet.

Dietmar Buchholz, Oberbürgermeister von Löbau, und Verena Kühne, Bürgermeisterin von Neugersdorf, sehen der möglichen Lastwagenlawine Richtung Tschechien relativ gelassen entgegen. Laut Buchholz wird der Ortsteil Nechen die Neuregelung zwar zu spüren bekommen, die Stadt Löbau selbst bleibt dank ihrer Umgehungsstraße davon aber verschont. Ähnlich ist es in Neugersdorf. Auch hier rollt der Verkehr über eine Umgehungsstraße. Die größten Probleme werden also vor der Stadtgrenze bleiben. „Es sei denn, es kommt zu einem größeren Rückstau.“

Verärgert sind die Bürgermeister dennoch. Sie hatten die Zusage des Ministeriums, auf dem Laufenden gehalten zu werden. Nun mussten sie aus der Presse erfahren, dass die Einbahnstraßenregelung für Brummis ab zwölf Tonnen bereits ab Mitte März gilt. Dann soll die B 170 ab Dippoldiswalde für die Weiterfahrt nach Tschechien gesperrt sein, und die Laster müssen stattdessen die Grenze in Schönberg bzw. Neugersdorf passieren.

Für diesen Fall wollten die Kommunen gerüstet sein. Denn viele Bürger bangen schon jetzt um ihre Sicherheit auf Grund eines erhöhten Verkehrsaufkommens.

Regelrecht durchschnitten von dann möglicherweise noch längeren Lkw-Kolonnen wird der Obercunnersdorfer Ortsteil Kottmarsdorf. Hier setzt Bürgermeister Heinrich Huschebeck noch auf die Vernunft des Straßenbauamtes Bautzen und des Straßenverkehrsamtes des Landkreises. Mit beiden Ämtern will er spätestens am 28. Februar Kontakt aufnehmen, um einen VorOrt-Termin zu vereinbaren.

„Wir halten noch ruhig und haben das auch den Bürgern empfohlen“, sagt er. Doch bis zum 15. März sollen die übergeordneten Stellen entsprechende Vorkehrungen treffen. Huschebeck spricht von einem Forderungskatalog mit Geschwindigkeitsreduzierung in der Ortslage, Querungseinrichtungen für die Bushaltestellen am Ortsausgang und Ampelregelung für die auf die Staatsstraße führenden Kreisstraßen. „Mit diesen Einrichtungen könnten wir die Neuregelung vorübergehend akzeptieren“, sagt er und ergänzt: „Abspeisen lassen wir uns aber nicht. Schließlich haben wir auch eine Verpflichtung gegenüber dem Bürger.“

Roland Schultze vom Straßenbauamt Bautzen kennt den Katalog: „Eine Bürgerin hat ihn gegenüber dem Ministerium aufgemacht, wir haben dazu Stellung bezogen.“ Ob und wann die Forderungen erfüllt werden, will Schultze nicht sagen. Die Entscheidung liege beim Ministerium.

Der Landkreis sieht sich für Kottmarsdorf gar nicht in der Pflicht. Und in Neugersdorf gäbe es ja bereits hinlänglich Erfahrungen, auf die man im Notfall zurückgreifen wolle. Ludwig Schnitter sieht sein Amt gut gerüstet.

Bedenken gibt es aber nicht nur zwischen Löbau und Neugersdorf. Auch entlang der B 96 bis Ebersbach sind die Anwohner besorgt: „Was, wenn die Lkws nicht über Löbau, sondern durchs Oberland fahren“, wurden die Bürgermeister immer wieder gefragt. Selbst von einem Sitzstreik auf der Straße war da schon die Rede.

Von Cornelia Mai & Holger Gutte, Sächsische Zeitung Löbau , 24. 02. 2006

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