Bürgerinitiative B 170 "Lebenswertes Erzgebirge - Heimat erhalten!"

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B 170 wird ab März zur Einbahnstraße für Schwerlaster

Vorstoß. Große Lkws dürfen ab Dippoldiswalde nicht mehr nach Tschechien fahren.

An eine rasche Lösung zur Verkehrsentlastung auf der B 170 hatte im Weißeritzkreis wohl keiner mehr geglaubt. Es wurden schon Unkenrufe laut, dass man wartet, bis sich mit Fertigstellung der A 17 alles von selbst erledigt hat – zum Verdruss der geplagten Anwohner.

Doch auf einmal geht alles ganz schnell. Ab dem 15. März dürfen Lkws ab zwölf Tonnen Gesamtgewicht nicht mehr auf der B 170 nach Tschechien rollen, verkündete gestern das Wirtschaftsministerium in Dresden. Die Transitstraße wird dann für diese Lastwagen ab Dippoldiswalde gesperrt. Nur noch die Einreise nach Deutschland ist für Schwerlaster dann über den Grenzübergang Altenberg erlaubt.

„Das ist ja super“, freute sich über diese Nachricht Ralf Kerndt, Bürgermeister von Dippoldiswalde (Unabhängige Bürger). „Für uns bedeutet das eine Erleichterung.“ Denn in den vergangenen Monaten habe wohl jeder gespürt, dass der Lkw-Verkehr nicht nur für die Anwohner, auch für die Straße selbst eine Belastung geworden sei.

Erleichtert zeigte sich auch Andreas Warschau von der Bürgerinitiative Lebenswertes Erzgebirge. „Wir können das nur begrüßen“, sagte er. Nach dem Hin und Her der vergangenen Wochen sei schon die Befürchtung da gewesen, dass jetzt in 14-tägigem Rhythmus gesagt wird, es dauert nochmal 14 Tage.

Nun ist das Landratsamt des Weißeritzkreises am Zug. Das muss jetzt die für die Einbahnstraßen-Regelung notwendige verkehrsrechtliche Anordnung erlassen. Vize-Landrat Thomas Rechentin (CDU) rechnet damit, dass Mitte nächster Woche der Entwurf vorliegt. Dann sind u. a. Verkehrsverbände und benachbarte Landkreise anzuhören, was sie dazu zu sagen haben. Rechentin geht aber davon aus, dass dieses Prozedere eher eine Formalie wird, weil es für diese Pläne Rückenwind vom sächsischen Wirtschaftsministerium gibt. Für den regionalen Wirtschaftsverkehr soll es laut Rechentin Ausnahmegenehmigungen geben. Schätzungen gehen von bis zu 1 500 Freifahrtscheinen aus.

Spannend bleibt eine Frage aus Sicht von Andreas Warschau dennoch: Wer kontrolliert, dass sich alle an die neue Regelung halten? Auch Kristina Seidel, Inhaberin einer Praxis für Physiotherapie in Schmiedeberg, bleibt skeptisch: „Eine endgültige Lösung ist das nicht. Ich plädiere immer noch dafür, die Rollende Landstraße wieder in Betrieb zu nehmen.“

Von M. Schaks, M. Brückner und R. Schlesinger , Sächsische Zeitung 23. 02. 2006

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