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Laster-Lawine rollt nach Neugersdorf

Verkehr. 600 Brummis mehr als jetzt drohen dem Grenzübergang nach Rumburk durch die von Thomas Jurk angeregte Lkw-Einbahnstraße.

Des einen Freud, des anderen Leid: Weil die Anwohner der B 170 vom Brummiverkehr entlastet werden sollen, könnte es für das Oberland dicke kommen. Dank der „Einbahnstraßen-Initiative“ von Wirtschaftsminister Thomas Jurk könnten ab 1. Februar täglich 600 Lkw zusätzlich den Grenzübergang Neugersdorf nach Tschechien passieren. Das jedenfalls schätzt das Wirtschaftsministerium.

Wenn der Vorschlag, dem die tschechische Seite bereits zugestimmt hat, auch vom Bund abgesegnet wird, dürfen Transit-Lkw auf dem Weg nach Tschechien nicht mehr über Altenberg ausreisen. Stattdessen sollen sie über Schönberg im Vogtland und über Neugersdorf umgeleitet werden.

In der Oberlandstadt wird das mit gemischten Gefühlen aufgenommen. „Ob nun mehr oder weniger Lkw kommen, ist egal“, sagt ein Anwohner der Hetzwalder Straße. „Verstehen kann ich die Entscheidung. Die Leute, die an der B 170 Richtung Altenberg wohnen, haben es wirklich schwer. Die Einbahnstraßenregelung wäre zeitlich begrenzt und deshalb erträglich.“

Weniger verständnisvoll hat Frank Schleicher, ebenfalls Anwohner der Hetzwalder Straße, die Nachricht von der drohenden Lkw-Lawine aufgenommen: „Die Hupkonzerte sind heute zwar weg, aber bei ungünstigem Wind ist es immer noch laut. Durch diese neue Regelung würde es noch unruhiger.“ Zusammen mit anderen Anwohnern hatte er vor drei Jahren Unterschriften gegen den Brummi-Krach gesammelt. „Wir haben damals nichts erreicht, und auch jetzt machen die Politiker wieder, was sie wollen.“

Neugersdorfs Bürgermeisterin Verena Kühne hatte gestern von der Einbahnstraßenregelung noch nichts gehört und wollte sich erst einmal erkundigen. Auch die Bundespolizei gab keine Auskunft über zu erwartende Mehrbelastungen. „Wir wollen abwarten, ob und wann diese Regelung kommt“, sagte Karin Meyer, Sprecherin beim Grenzschutzamt Pirna.

Einbahnstraße nach Tschechien
Bis zur EU-Erweiterung passierten den Übergang Neugersdorf täglich 1 000 Lkw, in Altenberg waren es 1 400.

Nach der Erweiterung verlagerte sich der Verkehr: in Neugersdorf sank die Zahl der Lkw auf 700 am Tag, in Altenberg stieg sie auf 2 400.

Ab Februar soll Altenberg für die Lkw-Ausreise gesperrt sein. Nach Schätzungen würden dann täglich 600 Lkw nach Neugersdorf und 300 nach Schönberg im Vogtland ausweichen, etwa 300 Lkw würden andere Routen wählen und Sachsen umfahren.

Die B 6 zwischen Bautzen und Löbau befahren derzeit täglich 900 Lkw, auf der B 96 sind 750 Lkw unterwegs.

Die Einbahnstraßenregelung soll nur bis zur Fertigstellung der A 17 nach Prag gelten. Quelle: Wirtschaftsministerium

Von D. Pfeiffer & U. Schönbach, Sächsische Zeitung Löbau, 12. 01. 2006

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